Kontaktlinsen oder Brille in der Freizeit, bei Sport und im Beruf
Für die vielen Menschen, die heutzutage unter Fehlsichtigkeit leiden, gibt es zwei nicht operative Möglichkeiten zur Korrektur: Kontaktlinsen oder eine Brille. Die Brille ist schon viele Jahrhunderte die bewährte Methode. Es gibt sie in allen Variationen und ist heute nicht mehr nur Mittel zum Zweck sondern auch Mode-Accessoir geworden. Die Gläser gibt es jetzt in verschiedenen Stärken, aus Glas oder Kunststoff, getönt oder ungetönt und entspiegelt. Erheblich teurer, aber auch die erste Wahl bei starker Fehlsichtigkeit und besonders beliebt bei Handwerkern und Sportlern sind Brillen mit Kunststoffgläsern und Titangestell. Geringes Gewicht und die gebannte Bruchgefahr bei Unfällen sind die Gründe hierfür. Individuelle Hornhautverkrümmungen - das sind Unebenheiten der das Auge schützenden Deckhaut - können damit problemlos ausgeglichen werden. Großer Vorteil der Brille besteht wohl darin, dass eine Wiederherstellung der vollen Sehkraft mit ihr am häufigsten erzielt wird. Ebenso bleibt das Augenklima unbeeinträchtigt, was sich positiv auf den Tränenfluss auswirkt. Gerade beim Autofahren, als auch bei der Arbeit vor dem Computerbildschirm macht sich beides sehr positiv bemerkbar. Kein Brennen der Augen, kein Sehkraftverlust durch trockene Linsen trotz angestrengter Augen.
Jedoch begleitet die Brille auch Negatives. Ob Jogging, Ski- oder Radfahren. Man hat stets mit angelaufenen und schmutzigen Gläsern zu kämpfen oder kann sie gar nicht tragen. Wer Saunaliebhaber ist, wird während seines Besuchs in der Sauna eben sowenig Freude am Modeutensil haben, denn dieses wird unangenehm heiß. Zwar gibt es mittlerweile Brillen mit Titangestellen (verwindbar) und Federscharnieren, dennoch sind Sie bei den meisten Sportarten keine echte Alternative zu Kontaktlinsen. Und Gerade in der kalten Jahreszeit beschlagen die Gläser permanent beim Wechsel aus dem kalten Außenklima in den wärmeren Innenraum. Anti-Beschlag Cremes und Sprays helfen, aber lästig ist es schon.
Und überall da dominieren dann Kontaktlinsen. Auch hier gibt es Wahlmöglichkeiten. Nimmt man harte oder weiche Kontaktlinsen? Harte empfehlen sich bei Jugendlichen wegen der erhöhten Sauerstoffdurchlässigkeit, sind jedoch auch unangenehm zu tragen, denn sie schwimmen auf der Hornhaut, was beim Lidschlag zu Irritationen führt. Zudem leidet man häufig unter tränenden Augen, vor allem, wenn wieder mal Staub unter die Linse gerät. Die harte Kontaktlinse wird vom Optiker angepasst und ist etwas teurer als ihre weichen Verwandten. Hornhautverkrümmung und Korrekturen bis +-25 Dioptrien sind kein Problem. Die Haltbarkeit der Kontaktlinsen hängt ganz von der Pflege ab. Meist sind sie jedoch nach drei Jahren nicht mehr zu gebrauchen, da sich Ablagerungen und Furchen gebildet haben, welche die Tragezeit von etwa 8-10 Stunden täglich deutlich herabsetzen. Praktikable Vorteile wirken sich nur in Relation zu den weichen Kontaktlinsen aus. Die Augen neigen weniger dazu auszutrocknen, was bei angestrengtem Arbeiten oder schlechten Lichtverhältnissen hilft.
Weiche Kontaktlinsen sind zumeist unkomplizierter. Man kann sie wählen als Jahreslinsen, Monatslinsen oder Tageslinsen. Im entsprechenden Intervall werden diese dann einfach entsorgt. Inzwischen gibt es auch Kontaktlinsen, welche man mehrere Tage durchgehend im Auge lassen kann (Tageslinsen und Nacht-Kontaktlinsen), wobei dies sehr umstritten ist, da bei unangemessener Reinigung und Hygiene Augeninfektionen drohen. Diese Linsen sind jedoch für überlanges Tragen zu empfehlen. Auf Partys eignen Sie sich zum Beispiel hervorragend, ebenso wie für empfindliche Augen, da sie ein feuchtes Augenklima begünstigen.
Auch sonst sind die weichen Kontaktlinsen hart im nehmen. Im Gegensatz zu den harten Kontaktlinsen vertragen sie bei korrektem Sitz Wasserkontakt zum Beispiel im Schwimmbad gut und zwar ohne verloren zu gehen. Auch Staub macht nichts aus (zumindest nicht mehr, als für Normalsichtige). Nicht zu vergessen ist die tadellose Rundumsicht und uneingeschränkte Beweglichkeit der Augen - man spürt sie ja nicht, da weiche Kontaktlinsen am Auge fest haften.
Dieses Anhaften bei Kontaktlinsen hat jedoch auch Nachteile. Das Auge trocknet stärker aus. Die Sauerstoffzufuhr ist zwar inzwischen gut gewährleistet, doch dennoch nicht so gut, wie bei den schwimmenden Vertretern. Bei Bürotätigkeit sind Augentropfen also ständiger Begleiter. Auch beim Autofahren (durch die verringerte Lidschlagzahl) und bei Zugluft stellt sich schnell ein kratzendes Auge ein.
Stellt sich die Frage, zu welchem Hilfsmittel man greifen sollte? Sollte dieses nur gelegentlich zum Beispiel beim Autofahren gebraucht werden, so ist die Brille die erste Wahl. Bei Sportlern und Frischluftfanatikern, als auch Stadtbewohnern ist bei der Linsenwahl zu Weichen zu greifen, da diese weniger anfällig für Pollen und Feinstaub sind und auch im Wasser getragen werden können. Welche Haltbarkeit diese haben sollen, entscheidet sich nach der Regelmäßigkeit des Tragens. Für Partys und gelegentlichen Sport werden in aller Regel Tageslinsen gewählt. Standard sind grundsätzlich Monatslinsen. Ansonsten empfehlen sich harte Kontaktlinsen für Brillenträger, die viel im Büro arbeiten.
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